16.02.2022 – Austausch mit dem Betriebsrat des Ausbesserungswerkes der Deutschen Bahn AG

VERKEHRSWENDE NÖTIGER DENN JE

Am Mittwoch, den 16. März 2022, habe ich mich gemeinsam mit Michael Sprink im Instandhaltungswerk Paderborn der Deutschen Bahn AG mit dem dortigen Betriebsrat getroffen. Dieser hat aktuell 13 Mitglieder, davon zwei Kollegen in der Freistellung.

Aufgrund der Corona-Pandemie war eine Werksführung leider nicht möglich. Unter Beachtung von Abstandsregeln und mit dem 2G-Nachweis fand ein intensiver Meinungsaustausch statt, indem uns das Werk und seine Leistungsfähigkeit vorgestellt wurden.

Das Werk befindet sich seit über 100 Jahren an diesem Standort, beschäftigt aktuell über 750 Mitarbeiter und ist ein wichtiger Baustein für die Verkehrswende. Das Werk Paderborn wartet nicht nur den Güterwagenbestand der DB Cargo AG, sondern führt auch für viele private Güterbahnen die Revisionen durch. Gleichzeitig ist das Werk eng eingebunden in die Planungen für neue Güterwagen. Ob in Zukunft eine Fertigung im Werk erfolgt, ist noch nicht endgültig beschlossen. Der Betriebsrat hat uns gegenüber aber deutlich gemacht, dass man auch dieses leisten kann.

Die bestehende Betriebsvereinbarung sichert den Bestand des Werkes bis 2030. Bundesweit gibt es 13 Instandhaltungswerke.

Im Werk Paderborn werden pro Jahr ca. 35.000 Radsätze aufgearbeitet. Die Ultraschallprüfung eines jeden Radsatzes ist gesetzlich vorgeschrieben. Ebenfalls wird hier die komplette Neulackierung von Güterwagen vorgenommen. Die alte Lackierung wird vorher in der eigenen Sandstrahlabteilung entfernt.

Die Ausbildungswerkstatt der Deutschen Bahn im Werk ist weit über die Branche hinaus bekannt. In diesem Ausbildungsjahr werden 20 Industriemechaniker und zwei Mechatroniker ausgebildet. Die Ausbildung und damit die Gewinnung von eigenem Nachwuchs ist enorm wichtig. Der Kontakt mit Schulen in Paderborn besteht seit vielen Jahren. Ausbildung vor Ort schafft die Identifikation mit dem Unternehmen. Das Wort Fachkräftemangel ist für ausbildende Unternehmen eher ein Fremdwort.

Für die Verkehrswende – und damit mehr Güter auf die Bahn – bietet Paderborn die besten Voraussetzungen. Die im neuen Regionalplan der Bezirksregierung ausgewiesene Fläche für einen Containerbahnhof sollte genutzt werden, die Nähe zum Werk bedeutet kürzere Umlaufzeiten bei Revisionen.

Gemeinsam mit Michael Sprink werde ich mich in Düsseldorf dafür einsetzen, dass diese Chance für Paderborn genutzt wird. Wir haben mit dem Betriebsrat vereinbart, dass wir für weitere Gespräche zur Verfügung stehen.

Für die im Mai anstehenden Betriebsratswahlen wünschen wir viel Erfolg.